Chronologie
Vor etwa zwölf Jahren haben sich engagierte Frauen aus den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen zum Ziel gesetzt, die Lage geschlagener und gedemütigter Frauen und ihrer Kinder im ländlichen Raum Nordschwabens öffentlich zu machen und zu verbessern. Umfragen hatten ergeben, dass die wenigen vorhandenen Häuser in Bayern ständig überfüllt waren.
Die Hauptziele der Frauengruppe waren zum einen die Gründung eines Vereins und zum anderen die Einrichtung eines eigenen Hauses.
Nach mühsamer Vorarbeit erfolgte im Juni 1990 die Gründung des Vereins "Projekt Frauenhaus - Hilfe bei Gewalt an Frauen und Kindern e.V.".
Bis im Oktober 1994 das Haus mit 5 Plätzen für Frauen und ihre Kinder eröffnet werden konnte, war viel Überzeugungsarbeit bei den politisch Verantwortlichen notwendig. In zahlreichen Gesprächen gelang es schließlich, die Grundlage der Finanzierung (130 000 DM jährlich) sicher zu stellen: Haushaltstitel bei den Landkreisen für den laufenden Haushalt und ein Personalkostenzuschuss des Landes Bayern.
Der Verein verpflichtete sich, 10 % des laufenden Haushaltes (ca. 20 000 DM) aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Bußgeldzuwendungen aufzubringen. Außerdem muss der Verein das jährliche Haushaltsdefizit vorfinanzieren und für die Einrichtung und den Erhalt des Hauses selbst aufkommen. Wichtig für die Arbeit war daher die Anerkennung der Gemeinnützigkeit 1991, die es gestattet Spendenquittungen auszustellen.
Ein besonders erfreuliches Ereignis war 1999 der Umzug in ein geräumigeres, helleres Haus. Jetzt konnte die Arbeit der beiden Sozialpädagoginnen (je 24 Std.) und der Erzieherin (20 Std.) noch effektiver gestaltet werden. Neben einem Zimmer für jede Frau und ihre Kinder stehen ausreichend Gemeinschaftsräume zur Verfügung, um den Tagesablauf zu organisieren.
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